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25.06.2019 19:36:55


Bericht Musikkommission Mümliswil-Ramiswil

Muttertags-Matinée und Jubiläumsfeier zum 35-jährigen Bestehen der Musikkommision Mümliswil-Ramiswil

von Monika Probst und Nadja Hackel

 

Zur diesjährigen Muttertags-Matinée vom 12. Mai 2019 begrüsste die Musikkommissionspräsidentin, Monika Probst herzlich alle SchülerInnen, Eltern, Verwandten, Musikfreunde und vor allem die ersten Musikkommissionsmitglieder in der voll besetzten Aula.
Vor 35 Jahren, am 21. Mai 1984, wurde die Musikkommission in unserer Gemeinde neu gebildet. In der Kommission waren dabei: Krapf Anton, Präsident, Lisibach Wolfgang, Vize-Präsident, Monika Ackermann-Wyss, Aktuarin, Marthe Jäggi-Fankhauser, Beisitzer und Meinrad Ackermann-Brunner, der leider nicht mehr unter uns weilt. Last but not least Scacchi Josef, ehemaliger Schulpräsident und Initiator.
Im Protokoll der Gemeindeversammlung vom 12.12.1983 ist nachzulesen, dass „im Rahmen der allgemeinen Entwicklung der Gemeinde, der Übernahme von neuen Aufgaben und der Verschiebung von Zuständigkeiten zwischen Kanton und Gemeinde die Notwendigkeit besteht, eine Musikkommission zu bilden“. Die damaligen Funktionäre, allen voran Scacchi Josef, Schulpräsident sowie Krapf Anton, Primarschullehrer und Trompetenlehrer hatten die Zeichen der Zeit erkannt und der Gemeinderat unterstützte das Begehren nach einer Musikkommission.
35 Jahre sind vergangen und 35 Jahre lang sind das Angebot und die Schülerzahl stetig gewachsen. Und seit 35 Jahren gehört die Institution Musikschule als fester Bestandteil zum schulergänzenden, bildenden und kulturellen Angebot unserer Gemeinde.

Es gehört schon beinahe zur Selbstverständlichkeit, dass unsere Musikschule zweimal jährlich zu einem Konzert einlädt. Zweimal deshalb, weil es kaum möglich wäre, an einem Abend allen 120 Musikschülern zu ermöglichen, ihr Können öffentlich vorzustellen.
Auch zu diesem Anlass fieberten die Musikschüler ihrem Auftritt entgegen. Viele Stunden ihrer Freizeit haben sie für ihr Hobby, oder anders ausgedrückt «ihrer instrumentalen Weiterbildung», eingesetzt und sich speziell für das Konzert vorbereitet.
 

Zur Eröffnung des Konzertes spielten die Schülerinnen und Schüler der Streicherklasse, unter der Leitung von Katharine Rüegg. Gezupft und gestrichen erklangen die Violinen, Bratschen und Celli. Auf dem Flügel begleitete Zoë Brunner die jungen MusikerInnen, welche mit "Vogelgezwitscher" und Gesang die Gäste unterhielten. Anschliessend verzauberte Mara Eggenschwiler auf der Blockflöte das Publikum mit dem „Frühling“ aus Antonio Vivaldis 4 Jahreszeiten und Selina Baltisberger gab „My Heart will go on“ aus dem Film Titanic zum Besten.

Zwischen den Instrumentalvorträgen erzählte die Präsidentin interessante Details zur Geschichte der Musikschule, zu den Reglementen, den Vorgaben und Aufgaben, den Anlässen und dem Klassenmusizieren. Aus den persönlichen Interviews mit den ersten MUKO Mitgliedern wusste sie auch einige Anekdoten zu erzählen. So musste z.B. Anton Krapf, als er 1964 als Primarschullehrer nach Mümliswil kam, feststellen, dass es an der Schule kein Klavier gab. Kurzerhand entschloss er sich, wenigstens ein Xylophon zu kaufen und ein paar Blockflöten anzuschaffen.
– Es war der MUKO immer wichtig, offen für alle Instrumente zu sein und sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch anzubieten.

Flott ging es zum nächsten Vortrag mit schnellen Rhythmen. Die Schlag- & Rhythmusgruppe sowie die ersten Schlagzeugtöne mit "Cowboy Bill und Lady in Black" erklangen im Raum. "lndianertanz" spielte unser Winnetou, Ben Baltisberger. Leni Probst groofte mit "Drummax". Die Gitarrenstimmen waren sich zuerst nicht ganz einig, bis Mia Meister gekonnt das Zepter übernahm und sie gemeinsam "Smoke on the water" von Deep Purple spielten. Das Querflötenensemble mit Anisha Torri am Flügel, harmonierte sehr gut zusammen und verzauberte die Zuhörer mit ihrem Beitrag.

Es folgten weitere Vorträge am Schlagzeug mit Luke Meister und Jonas Bader sowie Gion Bader an der Perkussion. Felix Pfeiffer groofte mit "Drumset" von Noby Lehmann und Simeon Hofer rockte in Begleitung eines Play along weiter am Schlagzeug "Johnny B".

Andrin Schmid am Flügel und Dina Jäggi am Saxofon verführten das Publikum mit dem romantisch vorgetragenen „Sailing“ zum Träumen.

Der nächste Auftritt galt den Tambouren. Nachdem sie sich auf der Bühne eingerichtet hatten, zeigten sie akrobatische Einsätze mit lauten, rhythmischen Abfolgen und mit Solo-Einlagen. Selbst die „Piccolo-Tambouren“, also die Jüngsten, waren integriert.

Die Geschwister Nussbaumer eröffneten einen weiteren musikalischen Block. Sarah und Joshua spielten als Panflöten/Schwyzerörgel-Duo den „Paradiesvogel“ Weiter im Duett mit dem "allererschte Sunnestrahl" spielte Melanie Lisser mit ihrer Lehrerin Romy Freudiger vor. Sehr professionell und mit einer Leichtigkeit vorgetragen, beendeten Michelle Probst an der Panflöte und Anouk Brunner am Flügel mit "Kiss the Rain" von Yiruma die Instrumentalvorträge.

Zum Schlusswort erklärte die Präsidentin, dass damals wie heute gilt: «Ohne Fleiss kein Preis» Der Unterricht und das Ensemble-Spiel haben nur einen Wert, wenn zuhause viel und sorgfältig geübt wird. - Heute sind die Musiklehrpersonen oft Motivator um Freude am Instrumentalspiel zu erhalten und dies in Konkurrenz zu Natel, i-Pad, PC und TV – welche allesamt grosse Zeitfresser sind. Nebst dem Einzelunterricht auf 18 verschiedenen Instrumenten bietet die Musikschule heute eine Schlag- und Rhythmusgruppe für Musikschulanfänger an, das Ensemble «Classy-Strings» und neu auch eine «Irish-Folk-Band» für die fortgeschrittenen Schüler an.
Die Musikgrundschule leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag zum musikalischen Leben und legt sozusagen den Grundstein um das Interesse der Kinder an der Musik zu wecken. Den Gründern der MUKO war es ein Anliegen, nicht nur ein nach den Bedürfnissen ausgerichtetes Angebot sondern ein vielfältiges Angebot von Musikunterricht zu schaffen, als Bezugspersonen zur Volksschule zur Verfügung zu stehen, eine gute Zusammenarbeit mit der Musikgesellschaft zu erreichen und allen Kindern den Zugang zur Musik zu ermöglichen. Diese Ziele gelten auch heute noch, denn ein vielfältiges Angebot von Musikunterricht sowie eine gut funktionierende Musikschule schaffen eine «Bildungsrendite». Diejenigen, die als junge Menschen Musikunterricht genossen haben, nehmen in der Regel als Erwachsene am Kulturleben teil, sei es mit Konzertbesuchen, in der aktiven Amateurmusik (Dorfmusik, Chor, Band etc.) oder als professionelle Kulturschaffende.

Geehrt für die damalige Initiative wurden die ehemaligen MUKO-Mitglieder mit einem Geschenkekorb. Auch ein herzliches Dankeschön ging an die heutigen MUKO-Mitglieder, Kilian Bader, Nadja Hackel, Daniela Spring und Fredy Meier, sowie ein riesiges Dankeschön für ihr Engagement mit ihrer 10-jährigen Tätigkeit ging vor allem auch an Monika Probst! Ein Dank gilt aber auch den unzähligen Leuten, die es ermöglichen, dass wir heute eine solche Qualität an dieser Musikschule haben. – Musik hat keine Grenzen – Musik verbindet – In der Musik und mit Musik ist alles möglich – DAS ist die Philosophie unserer Musikschule.

Zum Abschluss des Konzertes folgte eine besondere Überraschung. Alle Musikschüler spielten gemeinsam das von Anton Krapf komponierte und von Bruno Saner getextete „Guldentalerlied“ und die Musikgrundschüler sangen dazu zwei Strophen. Mit den letzten Tönen im Herzen versammelte man sich anschliessend in der Pausenhalle vom Schulhaus Brühl und genoss in bester Stimmung den feinen Apéro. Es war wiederum ein gelungener Anlass! Bis zum nächsten Mal!



Datum der Neuigkeit 5. Juni 2019
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