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Altes Gewerbe und Industrien

1500 - 1950

Trotz der relativen Abgeschiedenheit des Guldentales besass Mümliswil schon früh grössere Industrien oder Gewerbebetriebe. Im Jahr 1562 wurde in Mümliswil eine Papiermühle (Papiermanufaktur) errichtet, die das Mümliswiler Papier oft bis nach Holland verkaufte. Um das Jahr 1840, nach beinahe dreihundertjährigem Bestehen, ging dieser Erwerbszweig ein.

Die Mümliswiler Kartenmacher, die wahrscheinlich ursprünglich Papiermacher waren, fabrizierten schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts Spielkarten aller Art, wobei es hauptsächlich die Familien Jäggi und Schär waren, die zum Teil nebenberuflich ihre Karten vertrieben. Das Finanzprotokoll des Staates Solothurn aus dem Jahre 1925 spricht sogar von einer "Kartenfabrik". Mit dem Einzug der neuen Drucktechniken gegen Ende des 19. Jahrhunderts verschwand auch die Kartenmacherei aus Mümliswil.

Auch das Posamenten (Bandweberei) war eine willkommene Heimarbeit. Zeitweise, um 1850, waren bis zu 100 Webstühle in Betrieb. Mit dem Bau einer Bandfabrik 1860, hörte das Posamenten auf.

Am bedeutungsvollsten aber für Mümliswil war die Kammmacherei, die schon im Jahre 1783 gegründet wurde. Im Jahre 1830 waren 15 Arbeiter beschäftigt. Ursprünglich arbeiteten die Kammmacher im Erdgeschoss der oben erwähnten Bandfabrik. Im Jahre 1867 wurde im Dorf ein neues Fabrikgebäude errichtet, wobei damals bereits 80 Arbeiterinnen und Arbeiter beschäftigt wurden.
Mit Beginn des ersten Weltkrieges im Jahre 1914 waren es deren 365. Am 30. September 1915 wurde die gesamte Kammfabrik durch eine Explosionskatastrophe zerstört. Dabei fanden 32 Arbeiterinnen und Arbeiter den Tod.
Wenn sich auch die Kammmacherei von diesem Schicksalsschlag relativ rasch wieder erholte, so brachten doch Modeänderungen (Bubikopf) nach dem Ersten und billige Massenware nach dem Zweiten Weltkrieg das Ende der kunstvollen, handgearbeiteten Schmuckkämme.

Der Waldreichtum des hinteren Guldentales führte im Jahre 1777 zur Gründung einer Glashütte durch die Familie Gressly. Jeweils während des Sommers wurde hier Glas fabriziert. Für die Winterzeit zog die gesamte Belegschaft von ca. 80 Personen nach Bärschwil, um dort die Fabrikation weiterzuführen. Noch heute findet man an gewissen Stellen grössere oder kleinere Resten von geschmolzenem Glas. 1852 hörte die Glasfabrikation im Guldental auf.

Legende: Spielkarten und Schmuckkämme aus Mümliswiler Produktion.

Karten und Kämme aus der Gemeinde Mümliswil
 

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